Aktuelles.

Das Interesse an einem Zivildienst im Sozialbereich ist stark gestiegen.

Sprungbrett in den Sozialberuf: Sozial- und Behindertenhilfe bei Zivildienern in Oberösterreich auf Platz eins

Am 1. Jänner 2025 feierte der Zivildienst sein 50-jähriges Jubiläum. Die Jahreszahlen 2024 für Oberösterreich untermauern den Wehrersatzdienst als Erfolgsgeschichte – insbesondere als Unterstützung in der Pflege und Betreuung.

 

„Der Zivildienst hat sich in 50 Jahren vom ungeliebten Wehrersatz zum Headhunter für den Sozialbereich entwickelt. Vor 50 Jahren haben wir die goldrichtige Entscheidung getroffen, den Wehrersatzdienst zu etablieren“ – Claudia Plakolm, Staatssekretärin für Digitalisierung, Jugend und Zivildienst.

 

„Der Zivildienst hat den Nebeneffekt, dass wir junge Männer für den Sozial- und Pflegebereich begeistern können. Die deutlich steigende Zahl junger Männer, die ihren Zivildienst in diesem Bereich leisten, ist äußerst erfreulich. Sie zeigt, dass das Interesse am Dienst am Mitmenschen groß ist und bietet zudem Personen aus anderen Berufen wie Fliesenlegern, Bankangestellten oder Maurern die Chance, erste Erfahrungen im Sozialbereich zu sammeln und möglicherweise eine berufliche Neuorientierung in Betracht zu ziehen.“ – Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel.

 

Im Jahr 2024 wurden insgesamt 3.031 junge Männer einem Zivildienst in Oberösterreich zugewiesen. Das entspricht 20,4 Prozent aller Zivildiener in Österreich. Mit einer Bedarfsabdeckung von 93,2 Prozent liegt Oberösterreich deutlich über dem Bundesschnitt, der bei 90,7 Prozent liegt. Spitzenreiter unter den beliebtesten Zivildienststellen war die Sozial- und Behindertenhilfe: Rund 926 junge Männer entschieden sich für diesen Bereich. Zum Vergleich: Im Vorjahr war noch der Rettungsdienst an erster Stelle, der 2024 auf den zweiten Platz zurückfiel. Zudem verzeichnete der Dienst in der Altenbetreuung einen deutlichen Anstieg an Beliebtheit – 535 Zuweisungen im Jahr 2024 im Vergleich zu 313 im Jahr 2023.

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen

Umsetzung der Betreuungsarchitektur 2040 im Bezirk Freistadt beginnt: „Wohnen im besten Alter“ in Unterweißenbach schafft moderne Wohnform für ältere Menschen

Direkte Anbindung an das Bezirksseniorenheim schafft ideale Voraussetzungen für bedarfsgerechte Betreuung und Pflege Im Ortszentrum von Unterweißenbach soll auf einer rund 3.000 Quadratmeter großen Fläche nach dem Modell der WSG unter dem Titel „Wohnen im besten Alter“ ein zukunftsweisendes Wohnprojekt mit 22 barrierefreien Wohnungen …

Neues Tageszentrum in Andorf ergänzt bestehende Betreuungsmodelle und schafft Entlastung von pflegenden Angehörigen

In Anwesenheit von Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel, dem Obmann des Sozialhilfeverbandes Schärding Dr. Florian Kolmhofer und dem Andorfer Bürgermeister Karl Buchinger wurde Anfang Juli das neue Tageszentrum in Andorf offiziell eröffnet. Die barrierefreien Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss des Bezirksalten- und Pflegeheimes und bieten …

Oberösterreichs Weg in der Sozialhilfe zeigt Wirkung

In Oberösterreich bezieht nur jeder 268. Einwohner Sozialhilfe – Dörfel: „Hilfe zur Selbsthilfe statt dauerhafter Abhängigkeit“ Eine aktuelle Auswertung der Agenda Austria bestätigt den oberösterreichischen Weg in der Sozialhilfe. Während österreichweit jeder 45. Einwohner Mindestsicherung oder Sozialhilfe bezieht, ist es in Oberösterreich lediglich jeder …

EU-Prognose bestätigt Oberösterreichs Weg bei Pflege und Betreuung

Alternde Gesellschaft erhöht den Druck auf Pflegesysteme – Oberösterreich legt mit der Betreuungsarchitektur 2040 ein Zukunftskonzept vor Die Bevölkerung Europas wird in den kommenden Jahrzehnten deutlich älter. Laut einer aktuellen Prognose der Europäischen Kommission steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in der EU von …

Sondertopf unterstützt bei der Verankerung der OÖ Hausordnung in Vereinen und Gemeinden

Projekte für Zusammenhalt und gemeinsame Werte gesucht Land Oberösterreich stellt 250.000 Euro für Projekte für ein respektvolles Zusammenleben zur Verfügung Mit der OÖ Hausordnung hat das Land Oberösterreich ein gemeinsames Wertefundament für das Zusammenleben geschaffen. Um diese Grundsätze auch in den Regionen zu verankern, …

Oberösterreich ist Vorreiter bei digitaler Jugendbildung

Internationaler Tag der Jugendkompetenz am 15. Juli: Jugendressort setzt mit KI-Workshops, DigiCamp und Peer-Projekten auf Medienkompetenz Anlässlich des morgigen „Internationalen Tages des Kompetenzerwerbs junger Menschen“ verweist Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel auf die zahlreichen Angebote, die das Jugendressort des Landes Oberösterreich im Bereich der Medienpädagogik …
Das Interesse an einem Zivildienst im Sozialbereich ist stark gestiegen.
Zum Inhalt springen