Aktuelles.

Gemeinsamer Schulterschluss der Länder in sozialpolitischen Fragen erreicht

Vorsitz der Landessozialreferentenkonferenz wechselt an die Steiermark

Mit 1. Juli übergibt Oberösterreich den Vorsitz der Landessozialreferentenkonferenz an die Steiermark. Im vergangenen Vorsitzjahr setzte Oberösterreich sozialpolitische Schwerpunkte in den Bereichen Pflege, Betreuung, Behindertenhilfe und Sozialhilfe. Mit den 33 Beschlüssen im Rahmen der Landessozialreferentenkonferenz in Hagenberg Ende Mai liegt nun ein gemeinsames Arbeitsprogramm der Länder vor.

„Oberösterreich nimmt im Sozialbereich eine Vorreiterrolle ein und hat diese Verantwortung auch während des Vorsitzes der Landessozialreferentenkonferenz wahrgenommen. Es ist uns gelungen, die Bundesländer in zentralen Zukunftsfragen hinter einer gemeinsamen Position zu vereinen – dieser Schulterschluss ist ein starkes Signal. Mit den Beschlüssen von Hagenberg liegt nun ein gemeinsames Arbeitsprogramm der Länder vor. Wir machen unsere Hausaufgaben auf Landesebene. In wichtigen Bereichen sind wir jedoch darauf angewiesen, dass auch auf Bundesebene die notwendigen Rahmenbedingungen verbessert werden.“

– Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel

 

Mit dem Vorsitz der Landessozialreferentenkonferenz hat Oberösterreich im vergangenen Jahr den Fokus auf jene Themen gelegt, die die Sozialpolitik in den kommenden Jahren maßgeblich prägen werden – insbesondere in den Bereichen der Pflege und Betreuung sowie der Behindertenhilfe.

 

In folgenden Punkten muss der Bund die Rahmenbedingungen verbessern:

  • Kompetenzen für Pflegefachassistenz erweitern
    Pflegeassistenzberufe sollen jene Tätigkeiten ausüben dürfen, für die sie ausgebildet wurden. Damit sollen Fachkräfte effizienter eingesetzt und die Versorgung verbessert werden.
  • Verbesserte Rahmenbedingungen bei 24-Stunden-Betreuung
    Gefordert werden die Qualitätssicherung der Agenturen und die Weiterentwicklung der 24-Stunden-Betreuung im Sinne der Betroffenen und deren Familien
  • Mehr Sicherheit beim Wechsel auf den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen
    Die Länder fordern eine verbindliche Übereinkunft, damit Menschen mit Behinderungen beim Wechsel aus geschützten Beschäftigungsformen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt keine dauerhaften Nachteile Pensionsleistungen befürchten müssen. Ihnen soll die Sicherheit gegeben werden, dass sie auch wieder den Schritt zurück gehen können.

 

Auch im Bereich der Sozialhilfe beziehen die Länder eine einheitliche Position:

  • Länderkompetenzen bei Sozialhilfe-Reform absichern
    Die Länder haben im letzten Jahr ihre Sozialhilfevorschriften überarbeitet und weitgehend harmonisiert. Sollte der Bund an seiner geplanten Sozialhilfe-Reform festhalten, sprechen sich die Länder für klare Zuständigkeiten, Planungssicherheit und den Erhalt des Gestaltungsspielraums für die Länder aus. Insbesondere eine bessere Verschränkung der Datenbanken soll mitberücksichtigt werden. Zudem sollen zusätzliche finanzielle Belastungen für Länder und Gemeinden vermieden werden.

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen

Wiener Auszeit-WG kann nur ein erster Schritt sein

Bund muss endlich einen wirksamen Rechtsrahmen für straffällige Unmündige schaffen Der Start der Wiener Auszeit-WG zeigt aus Sicht von Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel, dass beim Umgang mit strafunmündigen Intensivtätern dringender Handlungsbedarf besteht. Einzelne Maßnahmen der Länder könnten jedoch keinen österreichweit einheitlichen Rechtsrahmen ersetzen. „Die …

DigiCamp 2026: Programmieren, produzieren, probieren

Jugend-Landesrat Dörfel besucht Feriencamp des Landes OÖ in Hagenberg, wo Jugendliche digitale Zukunft gestalten Beim DigiCamp 2026 des JugendService des Landes Oberösterreich erwerben Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren praxisnahe Digitalkompetenzen – von der Programmierung eigener Apps und Games bis zum Bau von Robotern. …

Inklusives Oberösterreich holt Menschen mit Behinderungen in die Mitte der Gesellschaft

Oberösterreich stärkt die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den zentralen Lebensbereichen Arbeit, Wohnen und Ehrenamt   In diesem Monat wird weltweit auf die Rechte, Leistungen und gesellschaftliche Vielfalt von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. Oberösterreich gilt dabei als Vorreiter und verfolgt ein klares …
Foto: Land Steiermark / Resch

Endlich vom Reden ins Tun kommen: Straftaten müssen auch für unter 14-Jährige Konsequenzen haben

Angesichts der steigenden Kinder- und Jugendkriminalität fordert Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel den Bund auf, endlich konkrete gesetzliche Maßnahmen zu setzen. Die jüngsten Vorschläge des Justizministeriums könnten dabei nur ein erster Schritt sein. „Unser Rechtsstaat darf nicht länger zusehen, wenn immer jüngere Täter strafbare Handlungen …

Umsetzung der Betreuungsarchitektur 2040 im Bezirk Freistadt beginnt: „Wohnen im besten Alter“ in Unterweißenbach schafft moderne Wohnform für ältere Menschen

Direkte Anbindung an das Bezirksseniorenheim schafft ideale Voraussetzungen für bedarfsgerechte Betreuung und Pflege Im Ortszentrum von Unterweißenbach soll auf einer rund 3.000 Quadratmeter großen Fläche nach dem Modell der WSG unter dem Titel „Wohnen im besten Alter“ ein zukunftsweisendes Wohnprojekt mit 22 barrierefreien Wohnungen …

Neues Tageszentrum in Andorf ergänzt bestehende Betreuungsmodelle und schafft Entlastung von pflegenden Angehörigen

In Anwesenheit von Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel, dem Obmann des Sozialhilfeverbandes Schärding Dr. Florian Kolmhofer und dem Andorfer Bürgermeister Karl Buchinger wurde Anfang Juli das neue Tageszentrum in Andorf offiziell eröffnet. Die barrierefreien Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss des Bezirksalten- und Pflegeheimes und bieten …
Zum Inhalt springen