Die Steuerungsgruppe „Gewaltfreies Zusammenleben“ des Landes Oberösterreich ist heute zu einer weiteren Arbeitssitzung zusammengekommen. Ziel des Gremiums ist es, Maßnahmen zur Prävention von Gewalt kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Fachstellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken. Die OÖ Hausordnung gilt als fachliche Grundlage dafür.
„Ein gutes Miteinander entsteht nicht von selbst. Es braucht klare Werte, hohe Aufmerksamkeit und ein gemeinsames Ziel. Oberösterreich setzt deshalb bewusst auf Vernetzung zwischen Behörden, Experten und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Nur so können wir Radikalisierung und Gewalt wirksam vorbeugen“, betont Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel.
Zu Beginn der Sitzung wurden die tragischen Ereignisse des vergangenen Wochenendes in der Linzer Innenstadt thematisiert. Die umfassende Aufarbeitung des Vorfalls liegt bei Polizei und Staatsanwaltschaft, die derzeit die weiteren Ermittlungen führen.
Anschließend standen zwei zentrale Initiativen im Fokus. Das Bundesweite Netzwerk Extremismusprävention und Deradikalisierung (BNED) bündelt Expertise aus verschiedenen Bereichen und fördert den Austausch zwischen Behörden, Bildungseinrichtungen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, um Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und gezielt entgegenzuwirken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Initiative „Jugend im Dialog“, die von der Volkshilfe Oberösterreich umgesetzt wird. Das Projekt bindet junge Menschen aktiv in Gespräche über demokratische Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und respektvolle Kommunikation ein. Ziel ist es, Jugendliche zu stärken, extremistischen Narrativen vorzubeugen und konstruktiven Dialog sowie gegenseitigen Respekt zu fördern. Die OÖ Hausordnung bietet hier die fachliche Grundlage für die Vermittlung von sozialen Werten und Regeln des Zusammenlebens in Oberösterreich.
