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Langfristige Perspektiven schaffen für Ukraine-Vertriebene – erster Runder Tisch Ukraine soll Gesamtstrategie ermöglichen

Oberösterreich ist bei Arbeitsmarktintegration Vorreiter – Erleichterungen bei Anträgen für Rot-Weiß-Rot-Karten Plus und Abbau von bürokratischen Hürden notwendig

 

„Oberösterreich unterstützt jene Menschen, die vor Verfolgung und Krieg flüchten. Wir übernehmen daher Verantwortung für Vertriebene aus der Ukraine und wollen ihnen hier Chancen bieten. Die Integrations- und Arbeitsmarktoffensive des Landes Oberösterreich ist sehr erfolgreich, bereits 2 von 3 Ukraine-Vertriebenen erhalten sich selbst. Der Runde Tisch Ukraine dient der besseren Vernetzung der Partnerorganisationen und soll eine Gesamtstrategie für Ukraine-Vertriebene in Oberösterreich ermöglichen“ – Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel

 

Anlässlich des mehr als drei Jahre dauernden Krieges in der Ukraine und damit verbundenen offenen Fragen rund um die Zukunft der Ukraine-Vertriebenen in Oberösterreich lud Integrations-Landesrat Christian Dörfel erstmals zum Runden Tisch Ukraine, um Vertreter/innen aus der Community und Organisationen zu vernetzen. Neben der Leiterin des Point Of Ukraine Oksana Kuzo sowie dem Honorarkonsul Dr. Ernst Hutterer nahmen Vertreter/innen von AMS, Integrationsfonds, Bildungsdirektion und Hilfsorganisationen teil.

 

„Wir danken dem Land Oberösterreich sehr für die Unterstützung der Ukrainer/innen und den unkomplizierten Austausch, den es hier unter den Beteiligten gibt. Unser Ziel ist derzeit, Unklarheiten rund um Aufenthaltstitel zu beseitigen und Verbesserungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte Plus für Vertriebene zu schaffen. Formate wie der Runde Tisch Ukraine helfen, hier schneller Lösungsansätze zu finden“ – Oksana Kuzo, Point of Ukraine

 

 

Erleichterungen bei Rot-Weiß-Rot-Karte Plus und Anerkennung von Bildungsabschlüssen notwendig

 

Verbesserungspotenziale orten die Vertreter/innen der ukrainischen Community bei der langfristigen Aufenthalts-Perspektive, da noch offen ist, wann eine Rückkehr in die Heimat möglich ist. Die Vertriebenen-Richtlinie der EU läuft nur mehr bis  März 2026. Für die Zeit braucht es eine neue Lösung.

Seit Oktober gibt es zusätzlich die Möglichkeit einer „Rot-Weiß-Rot-Karte Plus“ für Ukraine-Vertriebene als neue Möglichkeit, einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Hier gibt es allerdings noch Verbesserungspotenzial, beispielsweise für Menschen in Ausbildung. Bislang wurden etwa 200 solcher Karten bewilligt.

Ein weiteres Thema ist die Anerkennung von Bildungsabschlüssen aus dem Heimatland. Hier geht es vor allem um eine beschleunigte und einfachere Anerkennung, damit in der Ukraine erworbene Qualifikationen auch am Arbeitsmarkt in Oberösterreich anerkannt werden.

 

 

Oberösterreich bei Integration in den Arbeitsmarkt Vorreiter – Erleichterungen für Aufenthaltstitel sowie langfristige Perspektive notwendig

 

Mehr als 12.000 Ukraine-Vertriebenen hat Oberösterreich seit Kriegsbeginn 2022 insgesamt versorgt. Zwei Drittel der Ukraine-Vertriebenen erhalten sich bereits selbst, also beziehen keine Grundversorgung mehr. Das ist auch Ergebnis der aktiven Arbeitsmarktpolitik sowie der Bemühungspflicht. Das Land Oberösterreich arbeitet hier sehr eng mit dem AMS zusammen.

 „Wir wollen den Ukraine-Vertriebenen, solange der russische Angriff auf die Ukraine andauert, hier in Oberösterreich möglichst gut unterstützen und betreuen. Dabei arbeiten wir mit dem Land Oberösterreich sehr gut zusammen. Ich begrüße vor allem die Bemühungen, Ukraine-Vetriebene rasch am Arbeitsmarkt zu vermitteln. Oberösterreich hat mit einer Erwerbsquote von knapp 70 % hier eine Vorreiterrolle und gibt damit Ukraine-Vertriebenen Perspektiven in Oberösterreich“, so Dr. Ernst Hutterer, Honorarkonsul der Ukraine in Linz.

Insgesamt 8.012 Ukraine-Vertrieben sind derzeit in Oberösterreich gemeldet, darunter 1.647 Kinder unter 14 Jahren. 2.524 Ukrainer/innen befinden sich noch in der Grundversorgung des Landes Oberösterreich.

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