Aktuelles.

Bundesjugendsingen bringt rund 800 junge Stimmen nach OÖ

Linz wird von 29. Juni bis 2. Juli zur Klangstadt der Jugend

 

„Das Bundesjugendsingen macht sichtbar und hörbar, wie viel Talent und Engagement in Österreichs Jugend steckt. Es verbindet junge Menschen mit einer lebendigen Tradition und trägt dazu bei, die österreichische Chorkultur für kommende Generationen zu bewahren. Als Jugendministerin macht es mich stolz zu sehen, mit wie viel Begeisterung, Disziplin und Kreativität sich junge Menschen hier engagieren. Und als Oberösterreicherin freut es mich ganz besonders, dass Europas größtes Jugendchorfestival heuer in Linz stattfindet.“

– Jugend- und Familienministerin Claudia Bauer

 

„Wenn mehr als 800 junge Sängerinnen und Sänger aus allen Bundesländern in unserer Landeshauptstadt zusammenkommen, dann wird spürbar, welche Kraft Musik entfalten kann. Sie verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft und überwindet Grenzen. Das Bundesjugendsingen zeigt eindrucksvoll, wie viel Talent, Begeisterung und Engagement in unseren jungen Menschen steckt. Dass dieses besondere Fest der Jugend heuer in Linz stattfindet, ist eine große Auszeichnung für Oberösterreich und unterstreicht einmal mehr die Bedeutung unseres Landes als Kultur- und Bildungsstandort.“

– Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

 

Fleiß, Teamgeist und Leidenschaft – das zeichnet die hunderten Jugendlichen, die sich für das Bundesjugendsingen qualifiziert haben, aus. Sie haben unzählige Stunden in Proben und Vorbereitung investiert, um auf der großen Bühne glänzen zu können. Diese unglaubliche Leistung braucht unseren Applaus, die sie bei den Veranstaltungen mit Sicherheit bekommen werden. Dass Linz 2026 zum Treffpunkt der jungen österreichischen Chorszene wird, unterstreicht zusätzlich den Stellenwert der Jugend im Kulturland Oberösterreich.

– Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel

 

„Jeder Mensch kann singen. Darum können wir nicht früh genug damit beginnen unsere Stimme zu erheben.“

– Univ.-Prof. Erwin Ortner, Vorsitz der künstlerischen Leitung

 

Vier Tage Chormusik, Begegnung und gelebte Vielfalt

Von 29. Juni bis 2. Juli 2026 wird Linz zum Zentrum der österreichischen Jugendchorszene: Beim Bundesjugendsingen 2026 treffen sich 36 schulische und außerschulische Chöre aus allen Bundesländern und bringen rund 800 junge Sänger/innen im Alter von 6 bis 24 Jahren in die oberösterreichische Landeshauptstadt.

Veranstalter des Bundesjugendsingens 2026 sind das Bundeskanzleramt und das Landesjugendreferat OÖ (JugendService OÖ) unter Einbeziehung der Bildungsdirektion OÖ sowie der Fachinspektor/innen und Fachkoordinator/innen für Musik.

Das Bundesjugendsingen ist das größte Jugendchorfestival Europas. Dabei entsteht ein Raum des Austauschs, der Kreativität und des Miteinanders über regionale, soziale und schulische Grenzen hinweg. Bundesministerin Claudia Bauer ist das Bundesjugendsingen ein besonderes Anliegen. Das Bundeskanzleramt trägt rund die Hälfte der Gesamtkosten und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Veranstaltung.

 

Eine Erfolgsgeschichte seit 1948

Das österreichweite Jugendsingen wurde 1948 ins Leben gerufen und begeistert seither Generationen junger Sängerinnen und Sänger. Was damals als Initiative zur Förderung des gemeinsamen Singens begann, hat sich zu einer österreichweiten Kulturinitiative entwickelt, die heute mitunter zu den traditionsreichsten Jugendkulturveranstaltungen der Republik zählt.

Die Einführung des freiwilligen Wertungssingens im Jahr 1953, verlieh dem künstlerischen Austausch zusätzliche Impulse und ist bis heute ein prägendes Element der Veranstaltung.

Bereits 1968 wurde das Bundesjugendsingen erstmals in Oberösterreich ausgetragen und fand mit einer großen Abschlussveranstaltung in St. Florian seinen Höhepunkt. Nach einer zweiten Austragung in Oberösterreich im Jahr 1995 kehrt das Bundesjugendsingen 2026 bereits zum dritten Mal in das Bundesland zurück.

 

Oberösterreich als Bühne für junge Stimmen aus ganz Österreich

Die Förderung junger Talente und die Pflege einer lebendigen Chorkultur haben in Oberösterreich einen hohen Stellenwert. Musik verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft und eröffnet jungen Menschen Möglichkeiten, ihre musikalischen Fähigkeiten zu entfalten.

Linz als Landeshauptstadt bietet für die Großveranstaltung beste Voraussetzungen. Mit der Bruckneruniversität, dem Brucknerhaus und der Tabakfabrik (Lösehalle) sowie dem Hauptplatz und dem Landhausplatz stehen einzigartige Veranstaltungsorte zur Verfügung, die den Chören eine inspirierende Bühne bieten. Gleichzeitig kann die kulturelle Vielfalt, die Offenheit und die hohe Qualität des Kulturstandortes Oberösterreich sichtbar gemacht werden.

Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Teilnehmer/innen am 1. Juli 2026 im Musiktheater Linz: Oberösterreich lädt als Gastgeberland alle Mitwirkenden des Bundesjugendsingens zu einer exklusiven Aufführung der Familienoper Madita ein. Die auf den Werken von Astrid Lindgren basierende Produktion ergänzt das Programm um ein besonderes kulturelles Erlebnis.

 

Programm zwischen musikalischer Entwicklung, Begegnung und Begeisterung

Das Programm des Bundesjugendsingens umfasst eine Reihe von unterschiedlichen Veranstaltungen.

Den Auftakt bildet das feierliche Eröffnungskonzert am 29. Juni 2026 im Brucknerhaus Linz. Dieses Konzert rückt oberösterreichische Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich der Vokalmusik in den Mittelpunkt. Mitwirkende sind unter anderem

  • der OÖ Landesjugendchor (CHVOÖ) unter der Leitung von Michaela Wolf und Benedikt Blaschek
  • das Floriani-Quartett (ehemalige Florianer Sängerknaben)
  • die Rhozin Cheraghi Band (Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität)
  • das Vokalensemble LALÁ
  • die Poxrucker Sisters
  • sowie Alois Mühlbacher gemeinsam mit dem Spring String Quartett.

 

Ein Bläserensemble des Landesmusikschulwerks unter der Leitung von Stefan Spieler unterstreicht mit einer Fanfare gleich zu Beginn die festliche Stimmung. Ein Höhepunkt ist die Uraufführung des eigens für das Bundesjugendsingen komponierte Werk „Bruckner meets Champions“ von David Neumüller für gemischten Chor, Blechbläserensemble und Orgel, dirigiert von der oberösterreichischen Dirigentin Elisabeth Fuchs.

In den darauffolgenden Tagen finden die Chorkonzerte aller teilnehmenden Chöre im Brucknerhaus sowie das freiwillige Wertungssingen in der Anton Bruckner Privatuniversität statt. Ergänzt wird das Programm durch das Offene Singen in der Linzer Innenstadt. Dabei verlassen die Chöre die Konzertbühnen und bringen ihre Musik direkt zu den Menschen mitten in die Stadt. Am Hauptplatz und im Bereich des Landhauses wird die Linzer Innenstadt zum Klangraum. Angeleitet werden die Beiträge des offenen Singens von Vertreter/innen des Chorverband Oberösterreich, die gemeinsam ein Stück mit allen Beteiligten vor Ort einstudieren. Zusätzlich präsentiert jeder Chor ein Werk aus dem eigenen Repertoire und bringt so die Vielfalt der jungen Chorszene in den öffentlichen Raum.

Den Abschluss bildet ein großes Abschlusskonzert im Brucknerhaus, bei dem je ein ausgewählter Chor aus jedem Bundesland auftritt und wo die Ergebnisse der Wertungssingen bekanntgegeben werden.

 

Novum: Eigene Fortbildungsveranstaltung für Musikpädagog/innen

Erstmals wird das Bundesjugendsingen 2026 auch als Fortbildungsplattform für Musikpädagog/innen genutzt. Eine Kooperation der Pädagogischen Hochschule OÖ und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz macht es möglich, dass Musikpädagog/innen aus allen Bundesländern am 30. Juni und/oder 1. Juli 2026 am Seminar „Hospitation im Rahmen des Bundesjugendsingens 2026“ teilnehmen können.

Auf dem Programm stehen der Besuch der Chorkonzerte sowie der Wertungssingen. Ergänzt wird das Angebot durch fachliche Einführungen durch den Juryvorsitzenden Erwin Ortner und den Chorexperten Oskar Egle sowie der Möglichkeit zum kollegialen Austausch. Rund 100 Musikpädagog/innen haben sich bereits angemeldet und profitieren von dieser einzigartigen Inspirations- und Motivationsquelle.

 

Bundesweite Künstlerische Gesamtleitung

Das Österreichische Jugendsingen vereint fachliche Expertise mit großer Leidenschaft für das Chorsingen. Die Künstlerische Leitung verantwortet die inhaltliche und musikalische Ausgestaltung des Formats und stellt die hohe Qualität der Bewerbe sicher.

Sie setzt sich aus erfahrenen Expert/innen zusammen: Erwin Ortner als Vorsitzender der Künstlerischen Leitung, Karin Tinhof mit Verantwortung für das Wertungssingen, Oskar Egle für die Chorkonzerte sowie der jeweiligen Fachkoordinatorin bzw. dem Fachkoordinator des Gastgeberbundeslandes – im Jahr 2026 Barbara Wolfmayr.

In enger Abstimmung mit dem Fachkollegium aus den Bundesländern werden die musikalischen Leitlinien weiterentwickelt und die Statuten des Österreichischen Jugendsingens in den einzelnen Bewerben umgesetzt.

 

Die musikalischen Kernformate:

Chorkonzerte: Bühne für Österreichs junge Chorszene

Im Rahmen der Chorkonzerte präsentieren die teilnehmenden Ensembles ausgewählte Werke aus ihrem Repertoire und geben Einblick in die Vielfalt der österreichischen Jugendchorszene. Die Auftritte sind fixer Bestandteil des Bundesjugendsingens und verbinden musikalische Qualität mit dem gemeinsamen Konzerterlebnis. Die Einteilung der Werke erfolgt durch die künstlerische Leitung auf Basis der von den Chören vorab eingereichten Programmvorschläge. Die Chorkonzerte finden in vier Blöcken im Brucknerhaus Linz statt.

 

Freiwilliges Wertungssingen: Begegnung, Herausforderung und musikalische Qualität

Beim freiwilligen Wertungssingen stellen sich die teilnehmenden Chöre einer fachkundigen Jury. Neben einem individuell vorbereiteten Konzertprogramm präsentieren die Ensembles ein eigens für den Wettbewerb komponiertes Pflichtstück („Zwei-Stunden-Chor“), das vor Ort in einer zweistündigen Vorbereitungszeit unter Anleitung der eigenen Chorleitung einstudiert wird. Die Pflichtstücke sind Auftragswerke des österreichischen Komponisten Florian Maierl. Ergänzend dazu ist ein Kurzprogramm eigener Wahl mit einer Dauer von maximal zehn Minuten zu präsentieren, überwiegend a cappella.

Die Beurteilung erfolgt anhand folgender Kriterien:

  • technische Qualität (Intonation, Chorklang, Dynamik, Rhythmik)
  • musikalisch-künstlerische Gestaltung (Interpretation, Stil)
  • Programmauswahl (Vielfalt und Schwierigkeitsgrad der Werke)
  • künstlerischer Gesamteindruck (Konzept und Präsentation)

 

Punkte und Prädikate:

Die Gesamtbewertung umfasst maximal 50 Punkte, davon 20 Punkte für das Pflichtstück und 30 Punkte für das Kurzprogramm. Auf Basis der Punktevergabe werden folgende Prädikate vergeben:

  • 41–50 Punkte: „mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen“
  • 31–40 Punkte: „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“
  • 21–30 Punkte: „mit gutem Erfolg teilgenommen“
  • 0–20 Punkte: „mit Erfolg teilgenommen“

 

5-Minuten-Challenge: Spontanität und Teamgeist

Die „5-Minuten-Challenge“ ergänzt das Wertungssingen um einen besonderen Wettbewerbsaspekt: Ein unbekanntes Chorstück wird direkt auf der Bühne innerhalb kürzester Zeit gemeinsam einstudiert und anschließend präsentiert. Gefragt sind musikalische Flexibilität, Konzentration und Teamarbeit.

 

Die Fachjury

Die musikalischen Darbietungen werden von einer erfahrenen Fachjury beurteilt. Ziel ist eine qualifizierte Rückmeldung sowie Impulse für die weitere chorische Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen die Förderung der jungen Sänger/innen, die Wertschätzung ihrer Leistungen sowie die Weiterentwicklung der österreichischen Chorkultur.

Die Fachjury setzt sich aus Erwin Ortner (Vorsitz künstlerische Leitung), Oskar Egle (künstlerische Leitung mit Verantwortung für die Chorkonzerte), Karin Tinhof (künstlerische Leitung mit Verantwortung für das Wertungssingen), Barbara Wolfmayr (Koordinatorin für Musik des Landes Oberösterreich und Jurymitglied Wertungssingen) sowie Stefan Foidl und Markus Obereder (Jurymitglieder Wertungssingen) zusammen. Nähere Informationen zur Künstlerischen Leitung und den Juroren befinden sich im Anhang.

 

Abschlusskonzert: gemeinsamer musikalischer Höhepunkt

Den feierlichen Abschluss des Bundesjugendsingens 2026 bildet das Abschlusskonzert am Donnerstag, 2. Juli 2026, von 11:00 bis 12:30 Uhr im Brucknerhaus Linz. Dabei präsentieren ausgewählte Chöre aus allen Bundesländern Höhepunkte aus ihren Programmen. Im Rahmen des Abschlusskonzerts werden die Urkunden mit den Prädikaten des Wertungssingens sowie die Auszeichnungen (Gold, Silber und Bronze) der 5-Minuten-Challenge feierlich verliehen. Darüber hinaus wird der punktbeste Chor des Bundesjugendsingens präsentiert und für seine herausragende Leistung gewürdigt.

 

Vom Bezirksjugendsingen zum Bundesjugendsingen

Das Bundesjugendsingen ist der Höhepunkt einer österreichweiten, mehrstufigen Bewerbsreihe im schulischen und außerschulischen Chorgesang. Rund 40.000 junge Sänger/innen nehmen alle drei Jahre daran teil und machen das Jugendsingen zu einem der größten Kulturprojekte im Jugendchorbereich Europas.

 

Der Weg führt über drei Stufen:

Die Bezirksjugendsingen finden als regionale Chortreffen ohne Wertung in ganz Österreich statt und werden von Schulen und Gemeinden gemeinsam mit den Landesjugendreferaten organisiert. Darauf folgen die Landesjugendsingen als offizielle Wertungssingen, bei denen Fachjurys die Chöre nach einheitlichen Kriterien beurteilen. Die besten Ensembles werden zum Bundesjugendsingen eingeladen, dem bundesweiten Abschluss der Bewerbsreihe.

In Oberösterreich zeigt sich durch die hohe Beteiligung der Stellenwert des Jugendsingens: Bei den Bezirksjugendsingen im März 2026 sangen 226 Schulen mit knapp 7.000 Kindern und Jugendlichen. Beim Landesjugendsingen im Stift St. Florian präsentierten 67 Chöre und rund 2.000 Sänger/innen ihr Können.

 

Organisation, Sicherheit und Betreuung

Das JugendService Oberösterreich trägt die Gesamtorganisation des Bundesjugendsingens 2026. Von Locations, Anmeldung und Rahmenprogrammgestaltung über Logistik, Unterkünfte und Verpflegung bis hin zur laufenden Betreuung vor Ort wurde die Veranstaltung umfassend vorbereitet.

Ein zentrales Anliegen ist ein sicheres und respektvolles Umfeld. Grundlage ist ein umfassendes Schutzkonzept, das auf Prävention, Achtsamkeit und klaren Strukturen basiert. Es gilt eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Gewalt, Diskriminierung und Grenzverletzungen. Ergänzt wird das Konzept durch geschulte Care-Teams an allen Veranstaltungsorten sowie einen unabhängigen Kinderschutzbeauftragten als Ansprechstelle.

 

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