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V.l.: LR Mag. Stefan Hermann, MBL (Stmk), LH-Stv. Marlene Svazek, BA (Sbg), LR Astrid Mair, MA (T), BM Claudia Bauer, LR Christiane Teschl-Hofmeister (NÖ), LR Mag. Bettina Emmerling, MSc (W), LR Dr. Christian Dörfel (OÖ). Foto: NLK Pfeiffer
V.l.: LR Mag. Stefan Hermann, MBL (Stmk), LH-Stv. Marlene Svazek, BA (Sbg), LR Astrid Mair, MA (T), BM Claudia Bauer, LR Christiane Teschl-Hofmeister (NÖ), LR Mag. Bettina Emmerling, MSc (W), LR Dr. Christian Dörfel (OÖ). Foto: NLK Pfeiffer

LJRK: Digitale Welt und neue Suchtgefahren als aktuelle Herausforderungen

Jugend-Landesrat Dörfel: „Digitale Welt bietet viele Chancen, birgt aber auch erhebliche Risiken“

Die heutige Landesjugendreferentenkonferenz (LJRK) in St. Pölten beschäftigte sich mit den Gefahren der digitalen Welt für Kinder und Jugendliche. Schwerpunkte waren unter anderem ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige in Verbindung mit einer Klarnamenpflicht sowie die Einführung von Auszeit-WGs für strafunmündige Jugendliche. Der oberösterreichische Antrag zum Verbot der Abgabe psychoaktiver Substanzen an Jugendliche erhielt breite Zustimmung. Insgesamt wurden bei der LJRK acht Beschlüsse gefasst.

„Kinder und Jugendliche sind heute mit Herausforderungen konfrontiert, die es in dieser Form noch vor wenigen Jahren nicht gegeben hat. Gerade die digitale Welt bietet viele Chancen, birgt aber auch erhebliche Risiken. Es ist unsere Verantwortung als Politik, junge Menschen zu schützen und dort klare Grenzen zu setzen, wo Gesundheit, Sicherheit und eine positive Entwicklung gefährdet sind. Wegschauen ist keine Option.“

– Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel

Die Landesjugendreferent/innen der Bundesländer kamen heute in St. Pölten zur LJRK zusammen. Im Zentrum der Beratungen standen aktuelle Herausforderungen für Kinder und Jugendliche, insbesondere die Auswirkungen sozialer Medien und die zunehmenden Risiken im digitalen Raum.

Behandelt wurde beispielsweise das Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. Gleichzeitig wurde die Forderung nach einer Klarnamenpflicht auf Social-Media-Plattformen bekräftigt. Anonyme Profile tragen häufig dazu bei, Hass, Mobbing und andere Formen digitaler Gewalt zu begünstigen. Eine stärkere Identifizierbarkeit könne dazu beitragen, die Hemmschwelle für strafbare und verletzende Inhalte zu erhöhen.

Diskutiert wurde ebenfalls ein bundesweites Verbot der Abgabe psychoaktiver Substanzen an Jugendliche. Der von Oberösterreich eingebrachte Antrag erhielt breite Zustimmung der Bundesländer. Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von Produkten wie Lachgas, die insbesondere bei jungen Menschen als vermeintlich harmlose Freizeitdroge konsumiert werden. Das Sucht- und Gefährdungspotenzial werden dabei jedoch oft unterschätzt.

Darüber hinaus wurde das Modell sogenannter „Auszeit-WGs“ für strafunmündige Jugendliche diskutiert. Jugend-Landesrat Dörfel sprach sich in diesem Zusammenhang für eine Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre aus: „Wer wiederholt schwere Straftaten begeht, weiß genau, was er tut. Die Berichte über jugendliche Serientäter, die regelmäßig für Schlagzeilen sorgen, zeigen deutlich, dass wir hier nicht die Augen verschließen dürfen. Straftaten müssen auch für Unter-14-Jährige klare Konsequenzen haben, um kriminellen Jugendlichen spürbare Grenzen aufzuzeigen und mögliche zukünftige Opfer zu schützen“, betont LR Dörfel.

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