Aktuelles.

LandesJugendBeirat tagt erstmals im JugendService Campus

Fokus auf mentale Stärke und Umsetzung der Oö. Hausordnung

Der LandesJugendBeirat – die zentrale Plattform für 35 große Jugendorganisationen und -vereine im Land – hat gestern erstmals im JugendService Campus in Linz getagt. Der thematische Schwerpunkt der Sitzung stand ganz im Zeichen mentaler Gesundheit und der Förderung psychischer Widerstandskraft. Präsentiert wurden aktuelle Entwicklungen aus dem JugendService OÖ sowie das gemeinsam mit Kopfgarten / Dein Glückscampus erarbeitete Programm „GROW – Mentale Gesundheit & Resilienz stärken“. Zusätzlich wurde die Umsetzung der Oö. Hausordnung im Jugendbereich diskutiert, um Halt und Orientierung bereits in jungen Jahren zu geben.

 

Mentale Gesundheit als zentraler Themenschwerpunkt

Psychische Gesundheit bleibt für viele Jugendliche ein zentrales Thema. Zahlreiche Studien belegen eine anhaltend hohe Belastung durch schulischen Druck, soziale Medien sowie globale und persönliche Unsicherheiten. Das JugendService OÖ entwickelt daher seine Programme kontinuierlich weiter, um präventive Unterstützung frühzeitig und niederschwellig anzubieten.

Mit dem Workshopprogramm „GROW – Mentale Gesundheit & Resilienz stärken“, das in Kooperation mit Kopfgarten / Dein Glückscampus umgesetzt wird, wird seit 2025 ein landesweit einheitliches Angebot für die 5. bis 8. Schulstufe bereitgestellt. Auch bestehende Angebote wie die Workshops „Ich schau’ auf mich“, die WebChecker-Formate, das DigiPros-Programm sowie die Plattform für-dich-da.at werden weitergeführt und ausgebaut. Begleitmaterialien wie das Kraftbuch, GROW – Tools zum Glücklichsein oder Ich schaff das! unterstützen Jugendliche zusätzlich durch praktische Übungen und Tipps für den Alltag.

 

Umsetzung der Oö. Hausordnung im Jugendbereich

Im Zuge der Sitzung wurde zudem die praktische Umsetzung der Oö. Hausordnung im Jugendbereich diskutiert. Ziel ist es, die Oö. Hausordnung, mit ihren 13 Grundregeln für ein respektvolles Zusammenleben, in der Jugendarbeit zu integrieren, um früh Orientierung zu schaffen und Werte zu vermitteln. Geplant sind Workshops für Jugendliche und jene, die im Jugendbereich arbeiten. Auch eine Anpassung der derzeitigen Förderrichtlinien wurde diskutiert. Damit werden Grundsätze eines guten Miteinanders wie Respekt, gegenseitige Rücksichtnahme und Gleichberechtigung sowie Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft bereits im Jugendalter verankert.

 

Parteienübergreifender Schulterschluss für junge Menschen

Ein starkes Signal im gestrigen Beirat war die gemeinsame Teilnahme von Landesrat Christian Dörfel und Landesrat Martin Winkler, die den LandesJugendBeirat als unverzichtbare Stimme junger Menschen im Land hervorhoben. Beide betonen, dass die Anliegen der Jugend parteiübergreifend Priorität haben. Der Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg unterstreicht das gemeinsame Ziel die bestmöglichen Rahmenbedingungen für junge Menschen zu schaffen.

„Unsere Aufgabe als Gesellschaft und ganz besonders als Jugendressort des Landes ist es, die Jugendlichen von heute auf das Erwachsenwerden vorzubereiten und ihnen das Rüstzeug für das spätere Leben mitzugeben. Darum setzen wir mit den Workshops des Landes auf Prävention und frühe Unterstützung, damit Probleme gar nicht erst entstehen. Gleichzeitig setzen wir mit der Umsetzung der Oö. Hausordnung im Jugendbereich ein klares Zeichen: Respekt, Rücksicht und Verantwortung sind Werte, die wir früh verankern müssen. Denn sie sind gerade für unsere Jungen besonders wichtig.“

– Jugend-Landesrat Christian Dörfel

 

LandesJugendBeirat:

Der LandesJugendBeirat widmet sich seit vielen Jahren der weiteren Verbesserung der Lebenschancen junger Menschen in Oberösterreich und bietet eine strukturierte Möglichkeit für Austausch und jugendpolitische Zusammenarbeit. Mit dem gestrigen Treffen im JugendService Campus wurde ein neuer Rahmen geschaffen, um Dialog, Kooperation und Vernetzung zwischen den oberösterreichischen Jugendorganisationen weiter zu stärken. Neben Informationen und fachlichem Input standen auch der Erfahrungs- und Praxistransfer im Mittelpunkt.

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