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Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr
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Erstfassung der OÖ Hausordnung nimmt Formen an: Expertenrat diskutiert über das „kleine 1×1 des Zusammenlebens

Zweite Sitzung des Expertenrates am 8. September – Kernaussagen stehen im Fokus

 

Am Montag, dem 8. September, tritt der Expertenrat zur Erarbeitung der OÖ Hausordnung zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Diskutiert werden dabei die Kernaussagen des „kleinen 1×1 des Zusammenlebens“ – der neuen Orientierungshilfe für ein gelingendes Miteinander in Oberösterreich. Unter fachlicher Begleitung des Integrationsexperten Kenan Güngör werden sowohl eine prägnante Kurzfassung als auch eine vertiefende Langfassung erarbeitet und mit den Inputs der Expertinnen und Experten weiterentwickelt. Die OÖ Hausordnung enthält neben der Feststellung, dass keine Religion über staatlichem Recht steht, zentrale Prinzipien unseres Zusammenlebens, wie Leistungsbereitschaft, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und gegenseitige Rücksichtnahme.

 

„Unsere OÖ Hausordnung – das kleine 1×1 des Zusammenlebens – nimmt konkrete Formen an. Die Zuwanderung macht unsere Gesellschaft vielfältiger und bunter. Umso wichtiger wird eine Klammer, die sie zusammenhält. Mit der OÖ Hausordnung schaffen wir dieses gemeinsame Wertefundament für das Zusammenleben und stellen klar, dass wir die Integration als Anpassung an unsere Mehrheitsgesellschaft verstehen – und nicht umgekehrt. Sie zeigt auf, welche Regeln einzuhalten sind und wo unsere gesellschaftlichen Grenzen verlaufen – und dass diese nicht überschritten werden dürfen.“


-Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel

 

Die OÖ Hausordnung ist als praktische Orientierungshilfe konzipiert, die zentrale Werte wie Demokratie, Rechtsstaat, Respekt und Toleranz klar benennt und bewusst auch problematische gesellschaftliche Entwicklungen adressiert. Ziel ist es, einen gesellschaftlichen Konsens zu formulieren, der Polarisierungen entgegenwirkt und Parallelgesellschaften verhindert. Der breit angelegte Erarbeitungsprozess bindet dabei gezielt Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen ein. Nach ihrer Fertigstellung soll die OÖ Hausordnung nicht nur rechtlich verankert, sondern auch breit kommuniziert werden – etwa durch eine eigene Werbekampagne.

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