Aktuelles.

Politische Erklärung zur EMRK geplant – Dörfel fordert zeitgemäße Auslegung

Der Europarat hat gestern die Ausarbeitung einer politischen Erklärung zur Rolle der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) beschlossen. Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel sieht darin einen längst überfälligen Schritt in Richtung einer zeitgemäßen Auslegung. Oberösterreich hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für eine realitätsnahe Anwendung der EMRK ausgesprochen, die den Herausforderungen der Migrationspolitik gerecht wird.

„Aufgabe von Richterinnen und Richtern ist es, bestehendes Recht auszulegen nicht neues Recht zu schaffen – und genau das ist in den vergangenen Monaten in vielen Fällen geschehen. Während die Europäische Union ihren Kurs in der Migration nach vielen Jahren verschärft, arbeitet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte konsequent dagegen. Das untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Es ist ein wichtiger Schritt, dass 27 Mitgliedsstaaten des Europarats, darunter Österreich, mit einer politischen Erklärung zur EMRK eine zeitgemäße Auslegung voranbringen.“

– Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel

Die Justizministerinnen und -minister der 46 Mitgliedsstaaten des Europarats haben sich darauf verständigt, bis Mai 2026 eine politische Deklaration zur Rolle der EMRK im Bereich Migration zu erarbeiten. Der Druck auf die Konvention ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen – insbesondere aufgrund steigender Migrationszahlen, sozialer Spannungen und sicherheitspolitischer Fragen. Der nun begonnene politische Prozess zeigt, dass ein breiter Konsens besteht, die Konvention auf Basis der gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Realitäten weiterzuentwickeln.

Landesrat Dörfel hatte sich bereits in den vergangenen Monaten wiederholt für eine Reform der EMRK ausgesprochen. „Wir brauchen ein System, das sowohl den Schutz der Menschenrechte sichert, aber auch den Rechtsstaat stärkt und eine klare Haltung gegenüber jenen zeigt, die unsere Gesellschaft bewusst unterwandern wollen“, so Dörfel.

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen

Wiener Auszeit-WG kann nur ein erster Schritt sein

Bund muss endlich einen wirksamen Rechtsrahmen für straffällige Unmündige schaffen Der Start der Wiener Auszeit-WG zeigt aus Sicht von Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel, dass beim Umgang mit strafunmündigen Intensivtätern dringender Handlungsbedarf besteht. Einzelne Maßnahmen der Länder könnten jedoch keinen österreichweit einheitlichen Rechtsrahmen ersetzen. „Die …

DigiCamp 2026: Programmieren, produzieren, probieren

Jugend-Landesrat Dörfel besucht Feriencamp des Landes OÖ in Hagenberg, wo Jugendliche digitale Zukunft gestalten Beim DigiCamp 2026 des JugendService des Landes Oberösterreich erwerben Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren praxisnahe Digitalkompetenzen – von der Programmierung eigener Apps und Games bis zum Bau von Robotern. …

Inklusives Oberösterreich holt Menschen mit Behinderungen in die Mitte der Gesellschaft

Oberösterreich stärkt die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den zentralen Lebensbereichen Arbeit, Wohnen und Ehrenamt   In diesem Monat wird weltweit auf die Rechte, Leistungen und gesellschaftliche Vielfalt von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. Oberösterreich gilt dabei als Vorreiter und verfolgt ein klares …
Foto: Land Steiermark / Resch

Endlich vom Reden ins Tun kommen: Straftaten müssen auch für unter 14-Jährige Konsequenzen haben

Angesichts der steigenden Kinder- und Jugendkriminalität fordert Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel den Bund auf, endlich konkrete gesetzliche Maßnahmen zu setzen. Die jüngsten Vorschläge des Justizministeriums könnten dabei nur ein erster Schritt sein. „Unser Rechtsstaat darf nicht länger zusehen, wenn immer jüngere Täter strafbare Handlungen …

Umsetzung der Betreuungsarchitektur 2040 im Bezirk Freistadt beginnt: „Wohnen im besten Alter“ in Unterweißenbach schafft moderne Wohnform für ältere Menschen

Direkte Anbindung an das Bezirksseniorenheim schafft ideale Voraussetzungen für bedarfsgerechte Betreuung und Pflege Im Ortszentrum von Unterweißenbach soll auf einer rund 3.000 Quadratmeter großen Fläche nach dem Modell der WSG unter dem Titel „Wohnen im besten Alter“ ein zukunftsweisendes Wohnprojekt mit 22 barrierefreien Wohnungen …

Neues Tageszentrum in Andorf ergänzt bestehende Betreuungsmodelle und schafft Entlastung von pflegenden Angehörigen

In Anwesenheit von Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel, dem Obmann des Sozialhilfeverbandes Schärding Dr. Florian Kolmhofer und dem Andorfer Bürgermeister Karl Buchinger wurde Anfang Juli das neue Tageszentrum in Andorf offiziell eröffnet. Die barrierefreien Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss des Bezirksalten- und Pflegeheimes und bieten …
Zum Inhalt springen