Aktuelles.

Land OÖ sichert Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer der Zukunft

In der Regierungssitzung am Mittwoch (10. Dezember) wurde der Grundsatzbeschluss getroffen, dass der Diözese Linz  für das Campus-Projekt sowie der Sanierung der Pädagogischen Hochschule und der Integration der Altenbetreuungsschule des Landes OÖ ein Landesbeitrag in Höhe von mit 35,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt wird. Damit sichert das Land OÖ die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer der Zukunft.

Mit dieser Entscheidung wird der Standort der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, die sich der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Volks-, Mittel- und Sonderschul- sowie Religionslehrern widmet, aber langfristig abgesichert. Knapp 2.000 Studentinnen und Studenten und 1.000 Schülerinnen und Schüler sollen künftig auf dem Diözesan-Campus unterrichtet werden. Durch die Integration der Schulen für Sozialbetreuungsberufe der Katholischen Universität sowie des Kirchenmusik-Konservatoriums entsteht an diesem Standort ein zukunftsfitter und übergreifender Bildungscampus, an dem die Ressourcen gebündelt werden.

 

Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Mit diesem Bildungscampus entsteht ein Zukunftsprojekt von besonderer Tragweite: Wir sichern hochwertige Ausbildung, bündeln Kräfte und stärken einen zentralen Bildungsstandort unseres Landes langfristig ab. Der Landesbeitrag ist eine klare Investition in die Chancen unserer Kinder und in die Fachkräfte, die wir für die Zukunft dringend brauchen.“

LH-Stellvertreterin Christine Haberlander: „Eine moderne Lehrerbildung ist entscheidend dafür, wie gut wir Kindern und Jugendlichen Zukunft eröffnen. Der neue Campus schafft zeitgemäße Bedingungen für Studium und Pädagogik, bringt verschiedene Bildungsbereiche zusammen und hebt die Qualität der Ausbildung auf ein neues Niveau.”

Landesrat Christian Dörfel: „Gerade im sozialen Bereich brauchen wir gut ausgebildete Menschen mit Herz und Kompetenz. Die Bündelung der Schulen für Sozialbetreuungsberufe und weiterer Einrichtungen an einem gemeinsamen Standort schafft starke Synergien und verbessert die Rahmenbedingungen für jene, die künftig Verantwortung für andere übernehmen – insgesamt ein mutmachendes Signal für die Pflege der Zukunft!“

Bischofsvikar Hans Hintermaier: „Die notwendige Sanierung der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz nehmen wir zum Anlass, die Bildungs- und Forschungsangebote auf dem Freinberg zu erweitern. Der Campus7 für Bildung, Wissenschaft und Soziales soll ein Ort sein, an dem Bildung mit biblisch-christlichen Werten vermittelt wird. Und es sollen Menschen ausgebildet werden, die in Pfarren, Schulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und in der Forschung tätig sind. Immer mehr Menschen gelangen zur Erkenntnis, dass wir die Fragen der Zukunft nur lösen werden, wenn wir uns auf das rückbesinnen, was uns als Menschen ausmacht. Die Frage der Sinnstiftung, der Solidarität und der Menschlichkeit soll am Beginn des Denkens und Handelns stehen – nicht am Ende. Der Campus7 ist ein Ort für Menschen, die besondere Talente und Fähigkeiten in sich tragen und diese zum Erblühen bringen wollen. Ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnt, in Bildung und Forschung zu investieren. Wir als Diözese Linz verstehen den Campus7 als ‚Insel der Hoffnung‘ und als wichtigen Beitrag, um dem akuten Mangel an Pädagoginnen und Pädagogen sowie Fachkräften in sozialen und sozialpädagogischen Arbeitsfeldern entgegenzuwirken.“

 

Das Projekt des Bildungscampus der Diözese Linz umfasst:

  • Sanierung Pädagogische Hochschule
  • Schulen für Sozialbetreuungsberufe (inkl. Altenbetreuungsschule des Landes OÖ) als gemeinsames Zentrum zur Ausbildung
  • Adalbert-Stifter-Praxisschulen
  • Kolleg für Sozialpädagogik
  • Kirchenmusikkonservatorium
  • Katholische Universität
  • Diözesanbibliothek Linz

Eingereichte Gesamtkosten: rd. 105 Mio. €
Förderung Land OÖ: 35,5 Mio. € (durch Bildungsressort und Sozialressort)
Auszahlungszeitraum der Landesförderung: 7 Jahre (2026-2032)
Grundsatzbeschluss über die Förderung ist  per 10.12.2025 in der Regierungssitzung erfolgt

  • Dadurch werden die Fachabteilungen auch mit der Erarbeitung einer Finanzierungsvereinbarung/eines Förderübereinkommens beauftragt

Geplanter Baustart: 2027

Campus7 für Bildung, Wissenschaft und Soziales: Sieben Bildungseinrichtungen in einem modernen Wissenschafts- und Ausbildungscampus.

Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz:

Die PHDL leistet eine fundierte Lehrer:innenbildung. Sie versteht Bildung als professionsbegleitenden, dialogischen Prozess, der Menschen befähigt, eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft mitzugestalten.

Die PHDL fördert Inklusion, Friedensbildung und individuelle Entfaltung. Forschungsgeleitete Lehre, innovative Lerngelegenheiten und praxisnahe Bildungsforschung zeichnen sie aus.

 

Katholische Privat-Universität Linz:

Die KU Linz vereint Theologie, Philosophie und Kunstwissenschaft: drei Fächer mit Tradition und Zukunft für die Ausbildung von Berufen in Kirche und Gesellschaft. Dieses Zusammenspiel, getragen von einem inter- und transdisziplinären Selbstverständnis, ist einzigartig im deutschsprachigen Raum. Analytisches Denken, ethische Reflexion und kritischer Diskurs eröffnen neue Perspektiven – wissenschaftliche Auseinandersetzung verbindet sich mit gesellschaftlicher Verantwortung.

 

Schulen für Sozialbetreuungsberufe:

Durch ein multiprofessionelles Lehrer:innenteam und die Integration innovativer Methoden werden Fachkräfte auf anspruchsvolle Tätigkeiten in der Sozial- und Altenbetreuung vorbereitet.

Die Schulen für Sozialbetreuungsberufe der Caritas (SOB) sowie die Altenbetreuungsschule des Landes OÖ (ABS) arbeiten Hand in Hand an einer qualifizierten Ausbildung, um den gesellschaftlichen Anforderungen Rechnung zu tragen. Sie legen großen Wert auf Persönlichkeitsbildung, Reflexion und eine wertschätzende Lernkultur.

 

Adalbert-Stifter-Praxisschulen:

Volks- und Mittelschule sind nicht nur Lernraum, sondern Lebensraum. Gemeinsame Bildung, demokratische Mitgestaltung und gelebte Verantwortung sind in den katholischen Privatschulen ebenso wichtig wie ein geschützter und dynamischer Rahmen zur Entfaltung der Talente und Begabungen.

 

Kolleg für Sozialpädagogik:

Das Kolleg bietet eine fundierte und anerkannte Ausbildung für alle Berufsfelder der Sozialpädagogik und orientiert sich an einem ganzheitlichen Bildungsverständnis: Bildung als Befähigung zur Lebensgestaltung, sozialen Teilhabe und gesellschaftlichen Mitverantwortung. Menschenwürde, Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung sind neben fachlicher Kompetenz wichtige Teile der Ausbildung zur persönlichen Entwicklung.

 

Konservatorium für Kirchenmusik:

Das musikalische Erbe der Kirche wird hier nicht nur bewahrt, sondern auch für neue Ausdrucksformen geöffnet. Tradition und Innovation stehen in enger Verbindung. Das Gelernte wird in liturgischen Auftritten und öffentlichen Konzerten in die Praxis umgesetzt. Dabei werden Kirchenmusiker:innen ausgebildet, die Musik nicht nur als Kunstform, sondern als spirituelle und soziale Kraft verstehen. Die Studierenden entwickeln musikalisches Können und ein tiefes Bewusstsein für die verbindende Wirkung von Musik.

 

Diözesanbibliothek Linz mit Medienverleih:

Österreichs größte öffentlich zugängliche Bibliothek in privater Trägerschaft ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit den Schwerpunkten Theologie, Kunstwissenschaft, Pädagogik und Philosophie. Sie unterstützt Forschung, Lehre und Bildung am Campus sowie verschiedene Einrichtungen der Diözese.

Neben rund 550.000 analogen Medien, 2 Millionen eBooks und zahlreichen Datenbanken betreibt sie den Medienverleih der Diözese Linz mit einem umfassenden Streamingangebot, analogen Filmmedien und technischem Equipment für kirchliche Bildungs- und Veranstaltungsarbeit.

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen

Soziale Berufe im Fokus: Die Connect Karrieremesse bietet Orientierung und Chancen

Orientierungshilfe für Sozial-, Pflege- und Gesundheitsberufe Am 24. März 2026 bietet die Connect Karrieremesse Sozialwirtschaft in Linz erneut eine einzigartige Plattform für all jene, die sich für eine Karriere im Sozialbereich interessieren. Über 50 soziale Unternehmen und Ausbildungsstätten präsentieren ihre Job- und Ausbildungsmöglichkeiten und …

Programmieren, produzieren, gestalten: DigiCamp 2026 startet im Juli

Jugendliche vertiefen digitale Zukunftskompetenzen – Buchungsstart am 16. März. Das DigiCamp, eine Initiative von Jugend-Landesrat Christian Dörfel und dem JugendService des Landes OÖ, bietet auch 2026 Jugendlichen im Alter von 11 bis 14 Jahren in den Sommerferien erneut die Möglichkeit, digitale Kompetenzen praxisnah zu …

Weltfrauentag: Respekt vor Frauen als unverrückbare Grundregel des Zusammenlebens in Oberösterreich

LR Dörfel: „Wer Frauen nicht achtet, hat in Oberösterreich keinen Platz“ Immer wieder berichten Lehrerinnen, Polizistinnen oder Mitarbeiterinnen in öffentlichen Einrichtungen von Situationen, in denen ihre Autorität infrage gestellt werden oder ihre Arbeit nicht wertgeschätzt wird, nur weil sie Frauen sind. Anlässlich des Internationalen …

Inklusives Oberösterreich: Mut zu neuen Wegen

Angehörigentag setzt Impulse für mehr Teilhabe in der Gesellschaft   „Für uns ist ganz klar: Menschen mit Beeinträchtigungen sollen möglichst selbstbestimmt in der Mitte unserer Gesellschaft leben können. Dafür schaffen wir die passenden Rahmenbedingungen – mit unterschiedlichen Wohnformen, beruflichen Perspektiven und der nötigen Unterstützung …

Dreh- und Angelpunkt im Pflege- und Betreuungsbereich

Bilanz der Sozialberatungsstellen 2025 „Die alternde Gesellschaft stellt uns vor viele Herausforderungen: Der Anteil der über 65-Jährigen und damit auch der Hochbetagten über 85 Jahren steigt kontinuierlich. 9 von 10 haben den Wunsch, den Lebensabend in vertrauter Umgebung zu verbringen. Die familiären Strukturen verändern …

Verschärfung der Grundversorgung folgt gemeinsamer Länderlinie

LR Dörfel: „Klare Regeln und Konsequenzen statt falscher Anreize im Asylsystem“ Einen wichtigen Schritt für eine konsequentere Asylpolitik sieht Oberösterreichs Integrationslandesrat Dr. Christian Dörfel in der nun vorliegenden Verschärfung der Grundversorgungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern. Zentrale Punkte entsprechen den oberösterreichischen Vorschlägen, die im Dezember …
Zum Inhalt springen