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Foto: Land OÖ/Guggenberger
Foto: Land OÖ/Guggenberger

Konsequente Umsetzungspolitik in herausfordernden Zeiten – Landesrat Dörfel zieht Bilanz über ein arbeitsintensives Jahr 2025

Sozial-, Integrations- und Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel blickt auf ein arbeitsintensives Jahr zurück: In allen Zuständigkeitsbereichen wurden die geplanten Vorhaben konsequent umgesetzt und die Weichen für eine gute Zukunft gestellt – mit klaren Schwerpunkten und messbaren Ergebnissen.

„Andere reden, wir handeln – ob in der Pflege, der Inklusion, der Integration, der Jugend oder im Bereich der sozialen Hilfen. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine Politik, die Verantwortung übernimmt und konsequent handelt. Genau das tun wir: Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und achten darauf, dass das Geld der Steuerzahler zielgerichtet und treffsicher eingesetzt wird. So stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt und stärken das Vertrauen in den Sozialstaat.“

– Landesrat Dr. Christian Dörfel

Trendwende in der Altenbetreuung bei Personal und Betreuungsformen

Die Fachkräftestrategie zeigt erste Erfolge: Der deutliche Rückgang der Pflegebetten, die aufgrund von Personalmangel nicht belegt werden können, sowie der Höchststand an Personen in Pflegeausbildungen belegen diesen positiven Trend. 2025 haben über 800 Personen einen Lehrgang im Sozialbereich abgeschlossen. Die neue Pflegelehre hat die Erwartungen übertroffen und einen erfolgreichen Start hingelegt.

Ein weiterer Meilenstein war die Gründung der Pflege- und Betreuungsmanagement GmbH (ALTER OÖ), die im April 2025 ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Sie soll die Sozialhilfeverbände unterstützen und wurde bereits mit ersten Maßnahmen beauftragt. Die Schwerpunkte bilden derzeit die Personalgewinnung im In- und Ausland sowie die weitere Digitalisierung der Langzeitpflege.

Mit der neuen Betreuungsarchitektur 2040 wird ein neuer Weg beschritten, um die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern. Die Pflege soll auch in Zukunft gesichert bleiben: bedarfsgerecht, wohnortnah, in guter Qualität, leistbar für den Einzelnen und finanzierbar für die öffentliche Hand. Zusätzliche Angebote sollen einen selbstbestimmten Lebensabend ermöglichen, die häusliche Pflege entlasten und die Langzeitpflege im Heim ergänzen. Die Planung ist abgeschlossen, erste Umsetzungsschritte sind festgelegt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2026 präsentiert.

 

OÖ auf einem guten Weg zur inklusiven Gesellschaft

Im Bereich der Chancengleichheit hat Oberösterreich 2025 seine Vorreiterrolle als soziales Musterland weiter ausgebaut. Durch gezielte Beratung im neuen Inklusionsservice und den Inklusionszuschuss für Unternehmen wird Menschen mit Beeinträchtigungen der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert und damit gesellschaftliche Teilhabe gestärkt. Über 6.800 Menschen mit Beeinträchtigung werden im Bereich „Arbeit und Inklusion“ beschäftigt.

Der OÖ-Plan „Wohnen und Inklusion“ wurde fortgesetzt: Allein dieses Jahr wurden rund 140 neue Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen errichtet und eröffnet. Zudem wurde das Ausbauprogramm 2026/27 für Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen erarbeitet und weitere 200 passgenaue Wohnplätze beauftragt.

Auch dem Fachkräftemangel wurde vorgebeugt: Rund 400 Personen haben eine Ausbildung im Behindertenbereich absolviert.

Auch der oberösterreichische Inklusionspreis „Fliegender Fisch“ wurde 2025 erneut verliehen und stellte das Thema Inklusion sichtbar in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit.

 

Klarer Kurs bei Integration und Grundversorgung: „streng, aber gerecht“

Auch im Bereich der Ausländerpolitik wurden 2025 wesentliche Schritte gesetzt, um klar zu machen, dass wir von Zuwanderern erwarten, dass sie leistungsbereit sind.

Oberösterreich ist das erste Bundesland, das alle Asylwerber und Ukraine-Vertriebenen mit der Sachleistungskarte ausgestattet hat, um Sozialmissbrauch einzudämmen und die Verwaltung zu erleichtern. Insgesamt wurden rund 2.700 Sachleistungskarten ausgegeben.

Mit 1.826 Asylwerbern und 1.926 Ukrainern hat die Zahl der Personen in Grundversorgung einen neuen Tiefstand erreicht (ein Drittel weniger als vor einem Jahr).

Mit der Erarbeitung der OÖ Hausordnung sowie der Einführung von Werte- und Orientierungskursen für Asylwerber konnte Oberösterreich seine Vorreiterrolle weiter festigen und deutlich machen, dass Integration die Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft erfordert.

Zusätzlich wurden das Fördersystem evaluiert, Doppelgleisigkeiten abgebaut und Fördermittel gezielt dort eingesetzt, wo sie sinnvoll und notwendig sind.

 

Hilfe für jene, die sie wirklich brauchen

Im Bereich der Sozialen Hilfen lag der zentrale Schwerpunkt auf dem Sozialhilfe-Ausführungsgesetz, das im Rahmen des Budget-Landtages beschlossen wurde. Ziel des neuen Gesetzes ist es, Menschen aus der staatlichen Abhängigkeit zu holen und sie schneller in den Arbeitsmarkt und zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit zurückzubringen. Damit wird klar gezeigt: Wer Unterstützung benötigt, erhält diese – wer jedoch nicht bereit ist, seinen Beitrag zu leisten, muss mit Konsequenzen rechnen.

Dass in Oberösterreich niemand zurückgelassen wird, zeigt auch das Netzwerk Wohnungssicherung, das erfolgreich einen starken Fokus auf Delogierungsprävention legt.

 

Die Jugend im Zentrum

Höhepunkte 2025 waren die Eröffnung des JugendServiceCampus mitten in der Linzer Innenstadt, die intensive Ausrollung der Initiative „Fürs Leben lernen“ mit den neuen Schwerpunkten „Finanzbildung“ und „Mentale Gesundheit“, das 40-Jahr-Jubiläum des JugendService OÖ sowie ein neuer Rekord bei den Spieltagen des Landes Oberösterreichs mit rund 4.000 Besuchern. Einen weiteren Rekord gab es auch bei der Auszeichnung „Junge Gemeinde“: 114 Gemeinden bekamen dieses Jahr den Titel verliehen – ein neuer Höchststand.

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