15 neue integrative Wohnplätze in Linz für Menschen mit Behinderungen
„Als wirtschaftlich starkes Bundesland haben wir eine besondere soziale Verantwortung. Mit dem Ausbauprogramm von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderungen kommen wir dieser Verantwortung nach und setzen unseren konsequenten Weg fort. Zugleich haben wir die alternde Gesellschaft im Blick und reagieren auf den Umstand, dass immer mehr Menschen mit Behinderungen altersbedingt pflegebedürftig werden. Daher ergänzen wir unsere Angebote, um für alte Menschen mit Behinderungen eine bedarfsgerechte Betreuung und Pflege sicherstellen zu können. Mit den integrativen Wohnplätzen in Alten- und Pflegeheimen setzen wir den nächsten Schritt im Bereich Wohnen und Inklusion. Damit geben wir auch den Familien Sicherheit, dass ihre Angehörigen in Zukunft gut aufgehoben sind.“
– Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel
„Die 15 zusätzlichen I-APH-Plätze sind ein wichtiger Beitrag der Stadt Linz zur wohnortnahen Versorgung von Menschen mit Behinderung. Dank einer vorausschauenden Sozialplanung verfügt Linz im Bereich der Alten- und Pflegeheimplätze über eine sehr gute Ausgangslage und kann das Land Oberösterreich beim weiteren Ausbau von ChG-Plätzen partnerschaftlich unterstützen. Entscheidend ist, dass diese Plätze Linzerinnen und Linzern mit Behinderung zugutekommen – und damit auch Angehörige durch kurze Wege entlastet werden. Das zeigt: Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Stadt, Land und Trägern bringt konkrete Verbesserungen für die Menschen.“
– Vizebürgermeisterin der Stadt Linz Karin Leitner
Soziale Stärke durch wirtschaftliche Kraft: Ausbauprogramm von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderungen wird konsequent umgesetzt
Seit 2017 verfolgt das Land mit dem Ausbauprogramm von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderungen eine klare Strategie. Auch in herausfordernden Zeiten führt Oberösterreich den eingeschlagenen Weg beim Ausbau von Wohnplätzen konsequent fort.
Mit den Ausbauprogrammen zwischen 2017 und Ende 2025 wurden bzw. werden insgesamt 800 neue Wohnplätze geschaffen (20 davon werden heuer noch fertiggestellt), weitere 200 Plätze werden mit dem aktuellen Programm, welches bis Ende 2027 läuft, realisiert.
Damit schafft das Soziale Oberösterreich im Schnitt rund 100 neue Wohnplätze pro Jahr und leistet so einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe und Lebensqualität.
Integrative Wohnplätze in Alten- und Pflegeheimen als Antwort auf die demografische Entwicklung
Da auch Menschen mit Behinderungen zunehmend älter werden, steigen auch die Anforderungen an Betreuung und Pflege. Das aktuelle Ausbauprogramm trägt dieser Entwicklung gezielt Rechnung und setzt verstärkt auf integrative Wohnformen in Alten- und Pflegeheimen. Dadurch können Menschen mit Behinderungen auch im höheren Alter bedarfsgerecht betreut werden und gleichzeitig in einem passenden sozialen Umfeld bleiben.
Insgesamt entstehen in Zusammenarbeit und mit Unterstützung durch die Sozialhilfeverbände und Statutarstädte im Rahmen des aktuellen Ausbauplans 29 zusätzliche integrative Wohnplätze, davon 15 in Linz. Mit diesen Angeboten reagiert das Sozialressort auf die demografischen Veränderungen und schafft zeitgemäße Strukturen für ein würdevolles Altern von Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig werden die bestehenden Einrichtungen der Behindertenhilfe entlastet und die Zusammenarbeit zwischen Behinderten- und Altenhilfe weiter gestärkt.
| Inklusives Oberösterreich im Überblick:
· Oberösterreich ist bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Vorreiter. Neben der aktiven Teilhabe am Arbeitsmarkt betrifft das insbesondere die Angebote im Bereich der Wohnplätze. Das Ausbauprogramm legt daher einen Schwerpunkt auf die Schaffung von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderungen. · Ende 2025 standen in Oberösterreich insgesamt 4.893 Wohnplätze für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Mit dem aktuellen Ausbauprogramm wird somit erstmals die Marke von 5000 Wohnplätzen überschritten. · Schwerpunkt im aktuellen Programm liegt auf dem „passgenauen Wohnen“, bei dem Kund/innen aus vollbetreuten Wohneinrichtungen in alternative Wohnformen wechseln können und somit mehr Selbstbestimmung haben. Die vollbetreuten Einrichtungen werden damit für jene frei, die einen umfassenderen Betreuungsbedarf haben. · Das Ausbauprogramm hat auch die demografische Entwicklung im Blick: 29 neue Wohnplätze entstehen in Alten- und Pflegeheimen, um den nötigen Pflege- und Betreuungsbedarf decken zu können. · Seitens des Sozialressorts stehen für die Umsetzung des aktuellen Ausbauprogrammes 2026/27 rund 3,16 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. |
15 zusätzliche integrative Wohnplätze in Linzer Alten- und Pflegeheimen
Die 15 neuen integrativen Wohnplätze richten sich an ältere Menschen mit Behinderungen und hohem Pflegebedarf, bei denen eine Betreuung und Pflege rund um die Uhr erforderlich ist. Bis spätestens Dezember 2027 sollen alle 15 Plätze belegt und damit insgesamt bis zu 42 Menschen nach dem oö. Chancengleichheitsgesetz in Linzer Alten- und Pflegeheimen versorgt werden. In ganz Oberösterreich werden mit Ende 2027 191 integrative Wohnplätze zur Verfügung stehen.
Die Aufnahme erfolgt trägerunabhängig in bestehenden Linzer Alten- und Pflegeheimen und orientiert sich an der Verfügbarkeit geeigneter Plätze sowie an den individuellen Betreuungs- und Pflegebedarfen der betroffenen Personen. Voraussetzung ist, dass die Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund ihres Betreuungs- und Pflegebedarfs gut in den Regelbetrieb eines Alten- und Pflegeheimes integriert werden können.
