Woche der Demenz rückt Unterstützung für Betroffene und Angehörige in den Mittelpunkt
Anlässlich der Woche der Demenz macht Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel auf die Unterstützungsangebote in Oberösterreich aufmerksam. Elf Demenzservicestellen stehen bei Fragen und Anliegen als erste Anlaufstelle landesweit und kostenlos zur Verfügung. Zusätzliche werden stadiengerechte Ressourcentrainings für Menschen mit Demenz angeboten.
Auch ehrenamtliche Initiativen wie „SelbA“ und „Vergiss mein nicht“ unterstützen bei der Vorsorge und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Im Rahmen der Sorgenden Gemeinschaften sollen diese Angebote künftig noch besser miteinander vernetzt werden.
„Eine Demenzerkrankung verändert den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien gravierend. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Rat und Unterstützung zu bekommen. Mit unseren elf Demenzservicestellen bieten wir in ganz Oberösterreich eine zentrale Anlaufstelle und sind damit im Bundesländervergleich führend. Sie helfen dabei, die Erkrankung früh zu erkennen, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und Angehörige zu entlasten.“
– Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel
„Jede Person mit Demenz ist einzigartig. Deshalb braucht es interessierte Menschen, die nicht nur wissen, was Demenz bedeutet, sondern auch verstehen, was diese Erkrankung individuell bewirkt, ohne dabei die vorhandenen Ressourcen, Stärken und Möglichkeiten aus dem Blick zu verlieren. Unsere zertifizierten Demenzausbildungen vermitteln genau diese Kompetenzen – verbunden mit einer wertschätzenden Grundhaltung, Empathie und starkem Praxisbezug.“
– Leitung MAS Alzheimerakademie, Katharina Muhr, MA
MAS-Demenztrainer als Experten für die Betreuung von Menschen mit Demenz
Damit Menschen mit Demenz möglichst lange selbstständig leben können, braucht es Begleitung, die auf ihre Fähigkeiten und das jeweilige Stadium der Erkrankung abgestimmt ist. Genau dafür bildet die MAS Alzheimerakademie Demenztrainer aus: Sie lernen, vorhandene Fähigkeiten mit gezieltem Ressourcentraining zu fördern, Veränderungen im Alltag zu erkennen und auch Angehörige zu unterstützen. Die Ausbildung steht Mitarbeitern aus dem Pflege-, Sozial- und Gesundheitsbereich sowie allen offen, die gerne mit älteren Menschen arbeiten. Eine pflegerische Vorbildung ist nicht erforderlich.
Auch in der Ausbildung zum Fachsozialbetreuer für Altenarbeit (FSB-A) ist der Umgang mit Demenz fest verankert. Ein fixer Bestandteil dieser Ausbildung beinhaltet die 5-tägige MAS Aktivtrainer Ausbildung an der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich. In dieser erlernen die Teilnehmer, die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zu erkennen, darauf einzugehen und durch stadiengerechte Kurzaktivierung den Alltag abwechslungsreich zu gestalten und die Lebensqualität zu fördern. Damit gewinnen Betroffene und Betreuungspersonen mehr Sicherheit im gemeinsamen Umgang und in der täglichen Begleitung. Mehr als 1.000 Schüler haben diese zertifizierte Ausbildung bereits absolviert.
„Die Menschen möchten möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben. Damit das auch mit einer Demenzerkrankung gelingt, brauchen sie passende Unterstützung – und ihre Angehörigen jemanden, an den sie sich mit Fragen wenden können. Genau hier setzen wir an“, so Dörfel.
