Einbürgerungen in Oberösterreich im ersten Halbjahr um 15,8 Prozent zurückgegangen
Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria für das erste Halbjahr 2026 zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen Oberösterreich und dem österreichweiten Trend: Während die Zahl der Einbürgerungen österreichweit um 17,4 Prozent gestiegen ist, gingen sie in Oberösterreich um 15,8 Prozent auf 1.028 zurück. Oberösterreich ist damit das einzige Bundesland mit rückläufigen Einbürgerungszahlen.
„Für uns ist klar: Wer zu uns kommt, muss sich integrieren. Integration gelingt nur durch Leistung. Das bedeutet Deutsch lernen, arbeiten gehen und nach unseren Werten leben. Wer das über Jahre hinweg nachweislich erfüllt, soll auch die Möglichkeit haben, Staatsbürger zu werden. Klar ist weiters: Die österreichische Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut, weshalb bei ihrer Vergabe besondere Sorgfalt geboten ist.“
– Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel
Qualifizierter Zuzug ist Voraussetzung für den Erhalt des Wohlstandes in Oberösterreich
Oberösterreich ist ein starkes Wirtschaftsland mit erfolgreichen Unternehmen, attraktiven Arbeitsplätzen und hoher Lebensqualität. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht es ausreichend Arbeits- und Fachkräfte. Angesichts der demografischen Entwicklung wird es dabei auch darauf ankommen, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland für Oberösterreich zu gewinnen und für unseren Standort zu begeistern. Rund 702.000 Menschen sind aktuell in Oberösterreich unselbstständig beschäftigt, davon 150.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Entscheidend ist, dass jene, die zu uns kommen, nicht nur in den Arbeitsmarkt, sondern in unsere Gesellschaft integriert werden.
„In Zukunft werden wir auf den Zuzug qualifizierter Fachkräfte angewiesen sein – um beispielsweise Baustellen abzuwickeln, die Pflege sowie das Gesundheitssystem abzusichern und somit unseren Wohlstand zu erhalten. Die notwendige Akzeptanz für Arbeitskräfte aus dem Ausland kann in der Bevölkerung jedoch nur entstehen, wenn durch einen harten Asylkurs klar zwischen Leistungsträgern und Integrationsverweigerern unterschieden wird. In Oberösterreich verfolgen wir diesen klaren Kurs.“, so Dörfel.
