Asyl-Landesrat Dr. Christian Dörfel begrüßt den heutigen Vorstoß von Innenminister Gerhard Karner, mit einer befristeten Heimreise-Prämie die freiwillige Rückkehr syrischer Staatsangehöriger zu fördern.
„Es ist richtig, Anreize für eine freiwillige Rückkehr zu schaffen. Wer keinen Beitrag für unsere Gesellschaft leistet und keine Perspektive auf Integration hat, soll in seine Heimat zurückkehren und dort beim Wiederaufbau des Landes mithelfen“, betont Dörfel. Derzeit leben etwa 9.200 Syrer in Oberösterreich – davon befinden sich 859 in der Landesgrundversorgung, 474 erhalten Sozialhilfe und 733 sind arbeitslos gemeldet. Daher sei ein differenzierter Blick notwendig.
„Wir müssen auch festhalten, dass der Großteil der in Oberösterreich lebenden Syrerinnen und Syrer selbsterhaltungsfähig ist, arbeitet und aktiv in unser Sozial- und Steuersystem einzahlt. Jeder und jede, die leistungsbereit sind, sich an unsere Regeln halten und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten, sollen auch die Möglichkeit haben, hier zu bleiben“, so Dörfel.
Weiters verweist Dörfel darauf, dass freiwillige Rückkehrprogramme sowohl humanitär als auch wirtschaftlich sinnvoll seien: „Eine freiwillige Rückkehr ist gegenüber einer Abschiebung nicht nur kostengünstiger, sondern gibt den Betroffenen auch die Möglichkeit, ihre Zukunft selbstbestimmt in ihrer Heimat zu gestalten. Unser Ziel bleibt klar: Integration durch Leistung statt Sozialleistungen ohne Perspektive. Wer arbeiten will, sich an unsere Regeln hält und seinen Beitrag leistet, ist Teil der Lösung. Wer das nicht tut, muss Österreich wieder verlassen. Diese klare Linie schafft Akzeptanz für unser Asylsystem und entlastet gleichzeitig unsere Sozialsysteme.“
