Aktuelles.

Tag der Menschen mit Behinderungen: Oberösterreich setzt mit Ausbau von Wohnplätzen und Inklusion am Arbeitsmarkt klare Maßstäbe

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung bekräftigen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel den klaren Kurs für ein inklusives Miteinander. Mit gezielten Maßnahmen in den Bereichen Wohnen und Arbeit fördert das Sozialressort die Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen und setzt damit österreichweit Maßstäbe.

„Oberösterreich ist ein Land, in dem jeder Mensch gesehen und wertgeschätzt werden soll. Eine starke Gemeinschaft zeigt sich gerade dort, wo Menschen besondere Unterstützung brauchen. Deshalb setzen wir klare Prioritäten: Mit unserem Strategieprozess Arbeit und Inklusion schaffen wir neue Wege in den Arbeitsmarkt – von betriebsnahen Tätigkeitsmodellen bis zur gezielten Begleitung junger Menschen. Und mit dem Ausbauprogramm 26/27 entstehen weitere 200 bedarfsgerechte Wohnplätze, insgesamt werden damit die 2017 versprochenen 1.000 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung errichtet worden sein. All das stärkt ein Miteinander, in dem Teilhabe nicht erkämpft werden muss, sondern selbstverständlich ist.“

– Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

„Inklusion heißt: Menschen mit Behinderungen sollen möglichst selbstbestimmt und mit so viel Unterstützung wie notwendig leben können. Dafür schaffen wir die passenden Rahmenbedingungen – mit individuell zugeschnittenen Wohnangeboten und beruflichen Perspektiven, die echte Teilhabe ermöglichen. Oberösterreich steht für gelebte Chancengleichheit und beweist damit soziale Verantwortung.“

– Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel

Arbeit als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe

Berufliche Inklusion ist ein zentrales Element der Selbstbestimmung. In Kooperation mit zahlreichen Unternehmen setzt Oberösterreich gezielte Maßnahmen, um Menschen mit Beeinträchtigung in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Rahmen des 2023 gestarteten Strategieprozesses „Arbeit und Inklusion“ wurden 25 konkrete Maßnahmen entwickelt, darunter:

  • Ausbau betriebsnaher Tätigkeitsmodelle
  • Intensive Begleitung von Jugendlichen mit Beeinträchtigungen beim Berufseinstieg
  • Motivationskampagnen für Unternehmen zur Schaffung inklusiver Arbeitsplätze

 

Passgenaues Wohnen für mehr Selbstständigkeit

Auch im Bereich Wohnen setzt Oberösterreich mit dem Ausbauprogramm 2026/27 einen neuen Meilenstein. Dabei werden 200 neue, bedarfsgerechte Wohnplätze geschaffen, die nicht nur Betreuung, sondern auch größtmöglichen Freiraum ermöglichen. Im Fokus stehen:

  • Wohnformen mit abgestufter Betreuungsintensität („passgenaues Wohnen“)
  • Möglichkeiten für den Übergang von Voll- in Teilbetreuung
  • Inklusive Wohnviertel für ein Miteinander auf Augenhöhe

Seit 2017 wurden damit insgesamt rund 1.000 neue Wohnplätze geschaffen – ein Beleg für das kontinuierliche Engagement des Landes für ein Leben in Würde und Teilhabe.

 

Oberösterreich lebt Inklusion als Grundhaltung

Mit dem Oö. Chancengleichheitsgesetz, dem Ausbauprogramm von Wohnplätzen für Menschen mit Behinderungen, dem Inklusionspreis „Fliegender Fisch“ oder dem Strategieprozess „Arbeit und Inklusion“ zeigt Oberösterreich, dass gelebte Inklusion eine tragende Säule des sozialen Miteinanders ist. Die umfassenden Maßnahmen zur Selbstbestimmung und Inklusion werden gemeinsam mit Sozialträgern, Unternehmen und Betroffenen kontinuierlich weiterentwickelt.

Diesen Beitrag teilen

Weitere Themen

Fotocredits: Fotokerschi/Werner Kerschbaummayr

Neue Regeln für die Grundversorgung

Null Toleranz gegenüber Sozialmissbrauch auch in der Flüchtlingshilfe „Wer in Oberösterreich Schutz erhält, muss ab dem ersten Tag bereit sein, eine Gegenleistung zu erbringen. Unsere klare Erwartung an Schutzbedürftige und unsere Maßnahmen in der Grundversorgung haben sich bewährt und zu einem historischen Tiefststand geführt. …

Nächster Schritt in der Betreuungsarchitektur 2040 – Bezirksseniorenzentrum in Altheim wird zum Heim der Zukunft

Neues Bezirksseniorenzentrum bietet 99 moderne Pflegeplätze – rund 17,9 Millionen Euro in zeitgemäße Pflege und Betreuung investiert   Mit der feierlichen Eröffnung des neuen Bezirksseniorenzentrums in Altheim setzt Oberösterreich den nächsten Schritt in der Umsetzung der Betreuungsarchitektur 2040. In Anwesenheit von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred …

Betreubares Wohnen in Roßleithen setzt nächsten Schritt der Betreuungsarchitektur 2040

18 neue Wohneinheiten ermöglichen selbstbestimmtes und generationenübergreifendes Wohnen   Mit dem Spatenstich für das Betreubare Wohnen in Roßleithen wird ein weiteres Projekt im Sinne der Betreuungsarchitektur 2040 umgesetzt. Insgesamt entstehen 18 moderne Wohneinheiten. Zwölf davon sind für Betreubares Wohnen vorgesehen, die weiteren sechs stehen …

Ziel bereits übertroffen – Sorgende Gemeinschaften werden zur Erfolgsgeschichte

Bereits 34 Sorgende Gemeinschaften im Entstehen – Betreuungsarchitektur 2040 wird konsequent umgesetzt Die Sorgenden Gemeinschaften entwickeln sich in Oberösterreich schneller als erwartet zur Erfolgsgeschichte: Das ursprünglich ausgegebene Ziel für das heurige Jahr, 30 Sorgende Gemeinschaften auf den Weg zu bringen, wurde bereits nach wenigen …

LH Thomas Stelzer und LR Christian Dörfel ehrten 23 verdiente Persönlichkeiten aus dem Sozialbereich

Verleihung des Ehrentitels Konsulentin bzw. Konsulent für Soziales und der Humanitätsmedaille   Solidarität und Zusammenhalt werden in Oberösterreich aktiv gelebt. Das dichte soziale Netz beruht dabei vielfach auf dem persönlichen und ehrenamtlichen Einsatz engagierter Landsleute. Im Rahmen eines Festaktes am Mittwoch, 16. September im …

OÖ Hausordnung macht Schule

Neue Lernbegleitmaterialien für den Regelunterricht bringen die 13 Regeln des Zusammenlebens in Oberösterreichs Klassenzimmer   „Integration kann nur gelingen, wenn wir selbstbewusst wissen, wofür wir stehen und was unser Zusammenleben ausmacht. Wir müssen aber auch den Zuwanderern klar sagen, was wir von ihnen erwarten. Mit …
Zum Inhalt springen