Gewalttat durch elf und zwölfjährige Mädchen in Wels-Land zeigt dringenden Handlungsbedarf – Dörfel fordert wiederholt Senkung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre
Der heutige Medienbericht über eine brutale Gewalttat im Bezirk Wels-Land macht einmal mehr deutlich, dass bei der Strafmündigkeit dringender Handlungsbedarf besteht. Eine 13-Jährige soll von zwei elf und zwölf Jahre alten Mädchen geschlagen und schwer verletzt worden sein. Weitere Jugendliche sollen die Tat gefilmt und das Video anschließend in den sozialen Medien verbreitet haben. Weil die mutmaßlichen Täterinnen zum Tatzeitpunkt noch nicht 14 Jahre alt waren, blieben sie strafrechtlich unmündig.
„Ein Mädchen wird in eine Falle gelockt, gedemütigt, brutal geschlagen und dabei auch noch gefilmt. Dass eine solche Tat strafrechtlich ohne Konsequenzen bleibt, ist für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar und für das Opfer kaum zu ertragen“, sagt Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel.
Für Dörfel zeigt der Vorfall, dass die Diskussion über eine Senkung der Strafmündigkeit nicht allein auf jugendliche Serientäter verengt werden darf. Es gehe auch darum, frühzeitig klare Grenzen zu setzen und eine abschreckende Wirkung zu erzielen.
„Wir müssen handeln, bevor weitere Menschen zu Opfern werden. Wer alt genug ist, andere bewusst in eine Falle zu locken, sie zu demütigen, brutal zu verletzen und die Tat anschließend in den sozialen Medien zu verbreiten, ist auch alt genug, dafür altersgerecht zur Verantwortung gezogen zu werden. Die Strafmündigkeit muss daher auf zwölf Jahre gesenkt werden“, fordert Dörfel.
Es brauche ein Strafrecht, das auch bei unter 14-Jährigen auf Gewalttaten angemessen reagieren könne. Dabei gehe es nicht darum, Kinder wie Erwachsene zu bestrafen, sondern um altersgerechte Konsequenzen, verpflichtende Maßnahmen und den Schutz möglicher weiterer Opfer.
„Wie viele solcher Fälle braucht es noch, bis die Justizministerin endlich handelt? Wegschauen, Zuwarten und Händchenhalten sind keine Antwort auf brutale Jugendgewalt. Der Schutz der Opfer muss Vorrang haben. Es reicht“, so Dörfel abschließend.
