Bund muss endlich einen wirksamen Rechtsrahmen für straffällige Unmündige schaffen
Der Start der Wiener Auszeit-WG zeigt aus Sicht von Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel, dass beim Umgang mit strafunmündigen Intensivtätern dringender Handlungsbedarf besteht. Einzelne Maßnahmen der Länder könnten jedoch keinen österreichweit einheitlichen Rechtsrahmen ersetzen.
„Die Wiener Auszeit-WG kann nur ein erster Schritt sein. Straftaten müssen auch für unter 14-Jährige spürbare Konsequenzen haben – gut zureden alleine reicht offensichtlich nicht aus. Dabei dürfen wir nicht ausschließlich auf die Täter blicken, sondern müssen vor allem den Schutz möglicher weiterer Opfer im Auge behalten“, betont Jugend-Landesrat Dr. Christian Dörfel.
Die jüngsten Vorschläge des Justizministeriums seien grundsätzlich zu begrüßen, nun müsse der Bund aber rasch vom Reden ins Tun kommen.
„Es ist höchste Zeit für klare Zuständigkeiten und wirksame Maßnahmen, die österreichweit gelten“, so Dörfel.
