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Oberösterreichs Weg in der Sozialhilfe zeigt Wirkung

In Oberösterreich bezieht nur jeder 268. Einwohner Sozialhilfe – Dörfel: „Hilfe zur Selbsthilfe statt dauerhafter Abhängigkeit“

Eine aktuelle Auswertung der Agenda Austria bestätigt den oberösterreichischen Weg in der Sozialhilfe. Während österreichweit jeder 45. Einwohner Mindestsicherung oder Sozialhilfe bezieht, ist es in Oberösterreich lediglich jeder 268. Einwohner. In Wien steht hingegen bereits jeder 14. Einwohner im Leistungsbezug. Damit weist Oberösterreich im Bundesländervergleich den mit Abstand niedrigsten Anteil an Beziehern auf.

„Diese Zahlen zeigen, dass unser oberösterreichischer Weg wirkt. Sozialhilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe, kein Lebensmodell. Wer auf Unterstützung angewiesen ist, bekommt sie – aber wir erwarten auch, dass Menschen aktiv an der Verbesserung ihrer Situation mitwirken. Wer nicht dazu bereit ist und das System ausnutzen will, muss mit Konsequenzen rechnen“, sagt Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel.

Oberösterreich setzt deshalb konsequent auf den Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe und zur raschen Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Arbeitsfähige Bezieher sollen möglichst rasch wieder in Beschäftigung gebracht werden. Dafür braucht es klare Mitwirkungspflichten, eine aktive Vermittlung und spürbare Konsequenzen, wenn zumutbare Arbeit oder Qualifizierungsmaßnahmen verweigert werden. Mit dem neuen oberösterreichischen Sozialhilfe-Ausführungsgesetz, das seit 1. Februar in Kraft ist, wurden diese Grundsätze nachgeschärft.

„Wer arbeiten kann, soll auch arbeiten. Denn Arbeit schafft nicht nur Einkommen, sondern auch Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe. Unser Sozialstaat darf keine Hängematte sein, sondern muss ein Sprungbrett zurück in die Eigenverantwortung sein“, so Dörfel.

Für den Sozial-Landesrat unterstreichen die großen Unterschiede zwischen den Bundesländern auch den Bedarf nach klaren und einheitlichen Regeln:

„Es kann nicht sein, dass großzügigere Systeme zusätzliche Anreize für den dauerhaften Bezug von Sozialleistungen schaffen. Leistung und Eigenverantwortung müssen sich lohnen. Oberösterreich zeigt, dass soziale Treffsicherheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld miteinander vereinbar sind.“

 

Vermittlung in den Arbeitsmarkt schafft Chancen für Kinder

Neben der Arbeitsfähigkeit der Bezieher legt das oberösterreichische Sozialhilfe-Ausführungsgesetz einen Schwerpunkt auf das familiäre Umfeld. Jede erfolgreiche Vermittlung von erwachsenen Sozialhilfe-Beziehern in den Arbeitsmarkt eröffnet auch Kindern neue Chancen und verbessert langfristig deren Perspektiven. Statistisch gesehen, werden mit jeder erfolgten Vermittlung in den Arbeitsmarkt zwei Kinder aus der Sozialhilfe geholt.

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